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Nach Zapfenstreich-Eklat: Verkommenheit hat ein tolerantes, diverses und wokes Gesicht

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„Akte-Y“ beschäftigt in sich in der ersten Kolumne mit den ehrabschneidenden Reaktionen auf den Großen Zapfenstreich vor dem Reichstag zu ehren der in Afghanistan gefallenen, zu Tode gekommenen, verwundeten und eingesetzten Soldaten.

Eine Zurückweisung

Der Start der „Akte-Y“ war ganz anders geplant und sollte sich zunächst mit grundsätzlicheren Problemen der aktuellen Verfassung der Bundeswehr beschäftigen. Die Wortmeldungen und öffentlichen Verlautbarungen einiger Vertreter der linken medialen Filterblase haben aber diese Absicht zerschlagen – bedürfen sie nämlich einer unmittelbaren Zurückweisung.

Ehrverletzende und abstoßende Thesen

Die Kritik und vorgebrachten Argumente gegen das überfällige und dringend gebotene militärische Zeremoniell zu Ehren der in Afghanistan gefallenen, gestorbenen, verwundeten und dort eingesetzten Soldaten der Bundeswehr ist an Erbärmlichkeit und Verlogenheit nicht zu überbieten. Noch dazu, wenn man bedenkt, dass die Mehrzahl der öffentlich auftretenden Protagonisten dieser Geisteshaltung durch staatliche oder halbstaatliche Institutionen alimentiert werden und teilweise darüber auch erst eine Plattform erhalten haben, ihre zersetzenden, ehrverletzenden und abstoßenden Thesen zu verbreiten.

Bekanntes Muster der spaltenden Debattenkultur

Dieser Staat, die Bundesrepublik Deutschland, hat in seinem über Siebzigjährigen Bestehen jeden Nachweis seiner demokratischen und rechtsstaatlichen Haltung, Verfasstheit und Wehrhaftigkeit erbracht. Ihn und seine Organe, so auch die Bundeswehr, immer wieder in die Nähe des 12-jährigen nationalsozialistischen Terror- und Unrechtsregimes zu rücken ist zwar ein bekanntes Muster der spaltenden Debattenkultur unserer Tage, muss aber immer wieder den entschiedenen Widerstand jedes demokratischen und klar denkenden Bürgers dieses Landes hervorrufen – denn nichts aber auch gar nichts hat dieses Land oder eine seiner Behörden und Sicherheitsorgane mit der dunkelsten Stunde der deutschen Geschichte gemein.

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Großer Zapfenstreich vor dem Reichstagsgebäude am Mittwoch.

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Perfider und anmaßender Argumentation entgegentreten

Im Gegenteil, die Bundeswehr und so auch jeder einzelne Soldat hat diesem Staat geschworen, treu zu dienen und dessen Recht und Freiheit tapfer zu verteidigen. Dieser Staat, der seine Soldaten ausgeschickt hat, genau das immer wieder zu tun – für das Wohl der Bundesrepublik Deutschland wie selbstverständlich persönliche Belange hinten an zu stellen, die eigene persönliche Unversehrtheit bis hin zum Einsatz des eigenen Lebens in die Waagschale zu werfen, für die Sicherheit des eigenen Vaterlandes und die seiner Bürger einzutreten, so auch in Afghanistan – muss nun aber auch klar dieser perfiden und anmaßenden Argumentation entgegentreten: Zum Schutz und zur Wiederherstellung der Ehre der Soldaten der Bundeswehr!

Der Truppe den Rücken stärken

Hier wäre ein Wort der Spitze unseres Landes, so der Frau Bundeskanzlerin deutlich angebracht, wie zum Beispiel: Eine solche Kritik an der verdienten Ehrung unserer Soldaten muss unverzüglich rückgängig gemacht werden und deren Vertreter sollten sich daran erinnern, dass unsere Soldaten dem Auftrag des Deutschen Bundestages folgend, in den Einsatz gegangen sind, von dem 59 Soldaten nicht lebend zurückkehren konnten und unzählige noch heute an Verwundungen von Geist und Seele leiden. Darauf wird man leider vergeblich warten müssen. Und dann hilft es den Soldaten auch nicht, wenn derartige Kritik als selbstverständlicher Teil von freiheitlichen Debatten dargestellt wird, ähnlich „wir kämpfen auch dafür, dass ihr gegen uns sein dürft“.

Böhmermanns Verhalten war abstoßend und widerlich

Menschen, die sich bis zur Selbstaufgabe und ihrem Tod für eine Sache einsetzen, dass eherne Andenken zu verwehren, wie es Böhmermann und Co. derzeit tun, ist nur eines - abstoßend und widerlich. Man stelle sich einmal vor, was in Gesellschaften unseren engsten Partner und Verbündeten die Konsequenz wäre, sollte sich dort jemand derartig abstoßend und ehrverletzend gegenüber den eigenen Soldaten äußern und sie immer wieder aufs Neue mit dunklen Flecken der auch dort nicht immer weißen Weste der Militärhistorie konfrontieren. In solchen Situationen wünscht man sich als Soldat und Patriot durchaus mal, vielleicht auch nur für einen Moment, einen anderen Uniformrock zu tragen, als den Deutschen.

Menschen, die sich bis zur Selbstaufgabe und ihrem Tod für eine Sache einsetzen, dass eherne Andenken zu verwehren, wie es Böhmermann und Co. derzeit tun, ist nur eines - abstoßend und widerlich.

Kein Respekt für die Leistungen und die erbrachten Opfer

Diesen unseren Soldaten, durch ihre Kritiker nicht einmal in der Stunde des Gedenkens an ihre Leistungen und Opfer den Respekt des Demokraten entgegenzubringen, spricht in seiner ganzen Verkommenheit für sich und diskreditiert derartige Bürger als eine Gruppe von Menschen, mit denen buchstäblich kein Staat zu machen ist.

Weltbürgerliche Avantgarde wird nicht zu den Waffen greifen

Besonders verachtenswert ist es zudem, dass ausgerecht diese Menschen, die den Soldaten der Bundeswehr Achtung, Respekt und jede Form von Wertschätzung verweigern, sich im Falle eines Krieges, äußerer Gefahr, in Katastrophenfällen oder der Bedrohung unserer Freiheit auf den Schutz durch genau diese Soldaten verlassen und ihn mit hoher Wahrscheinlichkeit ausdrücklich einfordern – denn eines wird nicht passieren, dass diese linke, woke und weltbürgerliche Avantgarde selbst zu den Waffen greifen würde um sich und andere tapfer zu verteidigen oder ihnen selbstlos zur Hilfe zu eilen.