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Studie zeigt: Führungskräfte bei Gleichstellungsvorgaben skeptisch

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Bei den Themen Frauenquote oder Regeln für gendergerechte Sprache sind die Führungskräfte in Deutschland laut einer Studie gespalten, wenn es um Vorgaben geht. Laut einer Auswertung der Bertelsmann Stiftung und des Reinhard-Mohn-Instituts der Universität Witten/Herdecke sehen rund 40 Prozent der Befragten keine Vorteile darin, verbindliche Regeln dazu einzuführen.

Egal ob Frauen oder Männer befragt wurden: In Unternehmen sehen die Führungskräfte kaum Probleme. Gut ein Drittel der Befragten geben an, dass von außen vorgegebene Regeln oder Gesetze nicht nötig seien. „Damit muss nicht unbedingt eine gleichstellungsfeindliche Haltung zum Ausdruck kommen, sondern eher eine Skepsis gegenüber Regulation von außen und damit verbunden womöglich Widerstand seitens der Führungskräfte bei der Umsetzung verpflichtender Regeln“, betonten die Studien-Autoren am Donnerstag.

Für fast 75 Prozent der Befragten macht das Geschlecht der Führungskraft keinen Unterschied. 81,7 Prozent sehen keine Geschlechterkonflikte. Fast 77 Prozent geben an, dass die Gehälter unabhängig vom Geschlecht gezahlt werden.

Die Autoren fanden keine nennenswerten Unterschiede bei den Antworten von Frauen und Männern, obwohl diese von den Frauen als oft Benachteiligte zu erwarten gewesen wären. Je höher die Führungsebene, desto positiver das Bild bei der Gleichstellung im eigenen Unternehmen.

Macht das eigene Unternehmen Vorgaben bei der gendergerechten Sprache? Rund 40 Prozent der Führungskräfte sagten ja, fast 42 Prozent nein. Die Studienautoren schließen aus den Zahlen, dass ein großer Teil der Unternehmen das sogenannte Gendern nicht regelt, zumal 18,3 Prozent mit teils/teils antworteten.

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