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picture alliance/dpa | David Hutzler

Rückzug vom MIT-Vorsitz: Linnemann will CDU-Parteivize werden

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Der CDU-Wirtschaftspolitiker Carsten Linnemann will als stellvertretender Parteivorsitzender kandidieren. Er zieht sich zugleich von der Führung des Wirtschaftsflügels der Union zurück.

Carsten Linnemann will es jetzt wissen. „Ich spiele mit offenen Karten. Ich will stellvertretender Parteivorsitzender werden. Denn ich bin der festen Überzeugung, dass ich aus dieser Position am meisten für unsere Partei bewirken kann. Ich will, dass die CDU wieder stark wird und ihren Status als Volkspartei hält.“ sagte Linnemann dem „Westfalen-Blatt“.

Linnemann gibt MIT-Vorsitz ab

Zuvor berichtete der „Spiegel“, dass Linnemann bestätigt habe, dass er den Vorsitz der Mittelstands- und Wirtschaftsunion (MIT) abgibt. „Den Gedanken, die MIT abzugeben, habe ich schon länger im Kopf. Denn ich habe immer gesagt, dass die Kanzlerschaft auf acht Jahre begrenzt werden sollte. Gleiches muss auch für Spitzenämter in der Partei gelten - also auch für mich. Deshalb gehe ich jetzt diesen Schritt.“

Linnemann leitet die neue Grundsatzkommission

Hinzu kommt, dass Friedrich Merz ihm im Falle seiner Wahl zum Parteivorsitzenden die Führung der neuen Programm-Kommission übertragen will. Ein wichtiges Amt, das die CDU über Jahre hinweg maßgeblich prägen wird. Viel Zeit für andere Funktionen bleibt dann nicht mehr.

„Ich wäre also für die inhaltliche Neuaufstellung der CDU verantwortlich. Und das dürfte ein Fulltime-Job werden.“ Obwohl Merz noch nicht gewählter CDU-Chef ist, habe er sich dazu entschieden. Ein mutiger Schritt.

Merz hatte am Dienstag gesagt, Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer und Linnemann erwägten als stellvertretende Parteivorsitzende zu kandidieren, was er sehr begrüße. Auch an der Parteibasis genießt Linnemann großes Vertrauen und wird als möglicher Kronprinz gehandelt, gilt er vielen doch als Nachwuchstalent mit Charisma.

luk/dpa