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picture alliance/dpa | Kay Nietfeld

Pressekonferenz angekündigt: Röttgen gibt Kandidatur für den CDU-Vorsitz bekannt

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Der Machtkampf um den CDU-Vorsitz nimmt Fahrt auf. An diesem Freitag will sich der Außenpolitiker Röttgen erklären. Eine Entscheidung wird auch zu Kanzleramtschef Braun erwartet. Fehlt noch der dritte Aspirant Merz.

Röttgen gibt Kandidatur in der Pressekonferenz bekannt

Der CDU-Außenpolitiker Norbert Röttgen will an diesem Freitag seine Kandidatur für die Nachfolge von CDU-Chef Armin Laschet verkünden. Er wird am Vormittag in die Bundespressekonferenz in Berlin gehen, wie am Donnerstag aus einer Einladung der Vereinigung der Hauptstadt-Journalisten vom Donnerstag hervorging. Röttgen will dort seine Kandidatur für den CDU-Vorsitz offiziell bekanntgeben. Röttgen hatte bereits im vergangenen Jahr vergeblich kandidiert.

Kanzleramtsminister Braun kandidiert ebenfalls

Bereits am Mittwoch hatte ein Sprecher der hessischen CDU mitgeteilt, dass der geschäftsführende Kanzleramtschef Helge Braun von seinem Heimatverband Gießen als Kandidat für den Bundesvorsitz nominiert werde. Auf einer virtuellen Landesvorstandssitzung an diesem Freitag werde der 49-Jährige die Gründe für seine Bewerbung vorstellen. Die Nominierung durch den Kreisverband Gießen solle ebenfalls an diesem Freitag erfolgen. Kritiker sehen die Kandidatur Brauns als letzten Versuch einen Parteichef Merz zu verhindern.

Kandidatur von Merz wird ebenfalls erwartet

Erwartet wird ferner, dass auch der frühere Unionsfraktionschef im Bundestag und Vizepräsident des CDU-Wirtschaftsrats, Friedrich Merz, eine Kandidatur anmelden wird. Er hat sich dazu bislang aber noch nicht genau geäußert. Merz gilt als Favorit im Rennen um den CDU-Parteivorsitz und als Liebling der Parteibasis.

Laschets Nachfolger soll am 21. Januar auf einem Parteitag in Hannover gewählt werden. Davor wird es im Dezember/Januar eine Mitgliederbefragung über den neuen Parteichef geben.

Bewerber können sich noch bis Mittwoch nominieren lassen

Die Bewerbungsfrist für den Posten läuft bis zum 17. November. Alle Kandidaten müssen von einer Parteigliederung wie einem Kreis-, Bezirks- oder Landesverband nominiert werden. Daran schließt sich bis zum 2. Dezember eine Vorstellungsphase an, in der die Kandidaten sich und ihr Programm präsentieren können. Dies soll vor allem online geschehen.

Bis 16. Dezember soll dann die erste Runde der Mitgliederbefragung erfolgen - online und per Briefwahl. Das Ergebnis einer eventuell notwendig werdenden Stichwahl soll bis zum 14. Januar vorliegen.

Am 21./22. Januar folgt dann als Schlusspunkt der 34. Bundesparteitag. Er ist notwendig, weil nach geltendem Recht nur ein Parteitag den Vorsitzenden wählen darf. Die CDU-Führung geht aber davon aus, dass sich die beim Mitgliedervotum unterlegenen Kandidaten in Hannover nicht mehr zur Wahl stellen werden.

rob/dpa