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picture alliance / Flashpic | Jens Krick

Neuer CDU-Vorsitz: Hessen-CDU bringt Helge Braun ins Spiel

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In der hessischen CDU gibt es Sondierungen über eine mögliche Kandidatur des geschäftsführenden Kanzleramtschefs Helge Braun für den Bundesvorsitz der CDU.

Bouffier unterstützt Braun

Nach Informationen aus Parteikreisen vom Dienstagabend soll Braun die Unterstützung des hessischen CDU-Vorsitzenden Volker Bouffier für eine Kandidatur als Nachfolger des scheidenden Parteichefs Armin Laschet haben. Ob Braun tatsächlich kandidieren werde, stehe aber offenbar noch nicht endgültig fest.

Ein Sprecher der Landes-CDU wollte die Informationen nicht bestätigen. Er sagte, bei einer Landesvorstandssitzung am Freitag werde über den Vorsitz der CDU Deutschlands beraten. Auch der „Spiegel“ berichtete über die mögliche Personalie Braun und die für Freitag geplante Sitzung.

Braun will sich mit Söder vertragen

In der CDU wurde nach Informationen und des „Spiegel“ als Indiz für das Interesse Brauns am Parteivorsitz ein Interview in der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ vom Wochenende genannt. Dort hatte Braun gesagt: „Ich hoffe für eine spannende Mitgliederbefragung auf ein Kandidatenfeld mit echten Alternativen.“

Er betonte die Bedeutung des Zusammenhalts von CDU und CSU: „Wenn die Union nicht geschlossen ist, kann sie nicht erfolgreich sein. Und wenn CDU und CSU uneins sind, geht der Riss immer auch durch die CDU, weil es bei uns auch viele Freunde der CSU gibt.“ Auf die Frage, ob das auch mit dem CSU-Chef möglich sei, sagte Braun der Zeitung: „Selbstverständlich ist ein Schulterschluss mit Markus Söder möglich.“

Braun wird seit längerem auch als möglicher Nachfolger von Bouffier als hessischer Ministerpräsident gehandelt. Bouffier ist stellvertretender Vorsitzender der Bundes-CDU. Er hatte sich im Machtkampf Laschets mit CSU-Chef Markus Söder um die Kanzlerkandidatur der Union im April klar hinter den damaligen nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten gestellt.

Merz und Röttgen noch in Wartestellung

In der CDU wird damit gerechnet, dass mit Ex-Unionsfraktionschef Friedrich Merz und dem Außenpolitiker Norbert Röttgen in den nächsten Tagen zwei ambitionierte Politiker ihren Hut für die anstehende Befragung der rund 400 000 CDU-Mitglieder zur Laschet-Nachfolge in den Ring werfen.

Mit einer Kandidatur von Braun könnte der interne Machtkampf um den Parteivorsitz weiter an Fahrt gewinnen. Der Nachfolger von Laschet soll am 21. Januar auf einem Parteitag in Hannover gewählt werden. Die Mitgliederbefragung über den neuen Parteichef ist für Dezember geplant.

rob/dpa