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picture alliance / photothek | Florian Gaertner

Kein Rütteln an grünen Tabus: Uns droht ein Krisenherbst

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Deutschland steuert auf einen Krisenherbst zu. Das Land sitzt eventuell bald im Dunkeln. Robert Habeck weiß um diesen Umstand und kann dennoch nicht aus seiner Haut. Während die Deutschen auf Antworten warten, tut die Regierung aktuell zu wenig gegen die nahende Energiekrise.

In einer der letzten Sitzungen des Bundestages vor der Sommerpause stimmte die Ampel-Koalition gegen die von der Union beantragte Laufzeitverlängerung der letzten deutschen Kernkraftwerke. Nicht Vernunft, sondern grüne Ideologie triumphierte erneut im Parlament. Doch dafür ist die Lage eigentlich viel zu ernst.

Auf dem Spiel steht nicht weniger als die Energiesicherheit des Industriestandortes Deutschland und der damit verbundene soziale Frieden in unserem Land. In der aktuellen Lage auf die Kernenergie zu verzichten, ist nicht nur schier unbegreiflich, sondern praktisch unverzeihlich.

Vielen Betrieben droht der finanzielle Ruin, wenn sie die Kosten für energieintensive Herstellungsverfahren nicht mehr leisten können. Millionen Jobs sind in Gefahr. Arbeitslosigkeit, soziale Verwerfungen und gesellschaftliche Unruhen können das Resultat der hohen Energiekosten sein. Ein Umstand, den wir alle mit aller Kraft verhindern müssen. Auf allen Ebenen.

Millionenfach versuchen Betriebe und Bürger Energie zu sparen. Teils freiwillig, teils weil die Energiekosten derart in die Höhe schnellen, dass einem bei einem Blick auf die Rechnung ganz schwindelig werden kann.

Die Menschen in Deutschland schränken sich jetzt schon ein und sorgen bereits vor. Die Bürger fahren weniger mit dem Auto, installieren Solarspeicher und Wärmepumpen, Unternehmer organisieren auf Geheiß der Regierung Notstromaggregate für ihre Firmen. Das Land soll, angespornt durch Robert Habeck und seine Grünen, seiner Pflicht nachkommen, Energie zu sparen. Doch das reich dem grünen Bundeswirtschaftsminister noch nicht.

Deshalb erwartet den deutschen Endverbraucher nun eine Dauerbeschallung mit grünen Energiesparvorschlägen. Jetzt sollen wir uns weniger duschen – also größere Opfer bringen. Gut, machen wir.

Habeck zeichnet zudem immer neue Horrorszenarien, die uns im Winter frierend in unseren Wohnungen sehen. Er tut aber wenig, um diese Szenarien aktiv zu verhindern.

Mit der finalen Absage an die deutsche Kernenergie oder dem kategorischen Ausschluss von heimischem Fracking-Gas macht die Ampel mit ihrer grünen Schlagseite nämlich genau das Gegenteil von dem, was sie von den Bürgern erwartet – nämlich über den eigenen Schatten springen und in den sauren Apfel beißen.

Ein Bundesminister muss das Wohl des Landes im Blick haben und in dessen Sinne Entscheidungen fällen – auch wenn das beutetet, die ideologischen Scheuklappen abzulegen oder dem eigenen Wählerklientel zu widersprechen. Die Lage ist zu angespannt, um an grünen Dogmen festzuhalten.

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