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picture alliance / AA | Israeli Government Press Office

Israel warnt: Bündnispartner dürfen iranischer Erpressung nicht nachgeben

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Israels Ministerpräsident Naftali Bennett hat die Bündnispartner in aller Welt aufgefordert, zum Neustart der Atomverhandlungen in Wien „nicht der iranischen Erpressung nachzugeben“.

Teheran verfolge bei den Verhandlungen in Wien ein klares Ziel. „Die Aufhebung der Sanktionen zu erreichen, im Gegenzug für fast gar nichts“, sagte Bennett am Montag nach Angaben seines Büros.

Iran hetzt währenddessen weiter aggressiv gegen Israel. Bennet fügte hinzu, dass der Iran seine Ziele ganz offen preis gebe. Der Sprecher der iranischen Streitkräfte, Abolfasl Schekartschi, hatte am Samstag gesagt: „Wir werden nicht einen Millimeter von unserem Ziel abweichen, das zionistische Regime auszulöschen.“ Israels Zerstörung „wird für immer unser größtes Ziel bleiben“. Deutlicher kann man es nicht ausdrücken.

Iranische Unterhändler verhandeln aktuell mit Repräsentanten aus Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Russland und China. Direkte Gespräche mit US-Vertretern lehnen sie ab. „Es werde definitiv keine direkten Verhandlungen geben“, sagte Teherans Außenamtssprecher Said Khatibzadeh über das Treffen, das am Montag in Wien begann.

Das Ziel der Gespräche ist mittelfristig die Rettung des Abkommens, das das Atomprogramm des Irans einschränkte, um die Entwicklung von Nuklearwaffen zu verhindern. Die USA stiegen 2018 unter dem damaligen Präsident Donald Trump aus dem Pakt aus und ließen Sanktionen aufleben, die der iranischen Wirtschaft schweren Schaden zufügten.

Teheran baute daraufhin seine Atomanlagen wieder aus, produzierte fast waffenfähiges Uran und schränkte internationale Inspektionen ein. Israel wirft seinem Erzfeind Iran daher vor, dieser habe nie Bestrebungen aufgegeben, eine Atombombe zu entwickeln, und täusche systematisch die internationale Gemeinschaft.

rob/dpa