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unsplash / Markus Spiske

Alles wird teurer: Inflationsrate in der Eurozone springt über vier Prozent

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Die Inflation im Euroraum zieht weiter an. Im Oktober stiegen die Verbraucherpreise gegenüber dem Vorjahresmonat um 4,1 Prozent, wie das Statistikamt Eurostat am Freitag in Luxemburg mitteilte.

Höchster Wert seit 2008

Die Lebenshaltungskosten in Deutschland steigen dramatisch. Seit Mitte 2008, als die Inflationsrate ebenfalls 4,1 Prozent betragen hatte, ist das der höchste Wert. Im Vormonat hatte die Rate lediglich bei 3,4 Prozent gelegen. Analysten hatten mit einem Anstieg gerechnet, allerdings auf nur 3,7 Prozent. Vielen bleibt jetzt nich weniger Geld zum Leben.

Stark steigende Energiepreise ziehen Inflation an

Getrieben wurde die Teuerung abermals durch Energie, die sich zum Vorjahresmonat kräftig um 23,5 Prozent verteuerte. Lebens- und Genussmittel waren 2,0 Prozent teurer als vor einem Jahr. In ähnlichem Ausmaß verteuerten sich Industriewaren und Dienstleistungen. Ohne Energie und Lebensmittel stieg das Preisniveau um 2,1 Prozent. Diese sogenannte Kernrate wird von vielen Ökonomen als verlässliches Inflationsmaß angesehen.

EZB reagiert nicht

Die Europäische Zentralbank (EZB) steuert eine Inflationsrate von zwei Prozent an. Obwohl dieses Ziel derzeit klar überschritten wird, will die EZB auf den Preisauftrieb nicht reagieren. Sie erachtet die Entwicklung als überwiegend temporär und rechnet im kommenden Jahr mit rückläufigen Inflationsraten. Diese Sichtweise wird nicht von allen Fachleuten geteilt. Viele sehen die steigende Inflation zudem als Steuererhöhung durch die Hintertür.

luk/dpa