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picture alliance/dpa | Michael Kappeler

Friedrich Merz an der Spitze: Chance auf Erneuerung und Aufbruch

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Wozu sind wir überhaupt in der CDU? Wozu ist man in einer Partei, die hauptsächlich männlich geprägt, durch Spenden- und Maskenskandale gebeutelt und in manchen jungen Kreisen als altbacken verrufen ist?

Die Antwort liegt auf dem C im Namen der Partei. Es sind die christlichen Werte, auf deren Fundament wir unser Land erbaut haben. Es war der Wille nach liberaler und konservativer Veränderung, der uns im Alter von 17 Jahren in die Christlich Demokratische Union getrieben hat.

Wir sehnen uns nach einem Staat, der für weltoffenen Patriotismus, einfache Steuern und die größtmögliche Freiheit des Individuums steht. Das ist der Grund, wieso so viele junge Menschen heutzutage in die Partei eintreten. Nicht für das, was sie ist, sondern für was sie sein kann.

Mit Angela Merkel wurde erstaunlicherweise ein anderer Kurs verfolgt. Unsere scheidende Bundeskanzlerin und ehemalige Parteivorsitzende hat, oder konnte nur verwalten und nicht regieren. Eine Amtszeit, geprägt von Krisen und unruhiges Fahrwasser.

Ein Kurs, in dem die eigenen Werte der Partei durch immer größere Kompromisse in den Hintergrund rückten. Nicht ohne Grund kann man von einer Entkernung unserer Partei sprechen.

Friedrich Merz steht für viele Mitglieder der CDU für die Hoffnung auf ein Ende der Sozialdemokratisierung und der damit verbunden programmatischen Verwässerung der CDU, welche unter anderem zu dem massiven Absturz bei den Bundestagswahlen 2017 und 2021 und vielen verlorenen Landtagswahlen geführt hat.

Merz steht für einen klaren Kurs, welcher unter Merkel zum „Mitte“-Kurs umgeändert wurde. Doch zukunftsentscheidende Zeiten erfordern klare Positionen. Es ist wie auf einer Bundesstraße Richtung Ostsee. Die Partei kann 16 Jahre geradeaus fahren, aber irgendwann kommt der Endpunkt, an dem es nicht mehr weitergeht. Und an dieser Stelle muss entschieden werden, ob wir grade aus ins Wasser fahren oder einen neuen Kurs einschlagen.

Wir sind uns alle einig, dass die CDU einen klaren Kurs benötigt und sich nicht an den politischen Widersacher orientieren kann. In Friedrich Merz sehen wir die Person, die unsere gesamte Partei dahin bringen kann. Genau deshalb ist er als nächster Bundesvorsitzender dringend nötig. Er gibt vielen Mitgliedern die Hoffnung auf einen Aufbruch und ermutigt sie dadurch, sich auch selbst an diesen Aufbruch und der Erneuerung aktiv zu beteiligen.

Einen integrativen Kurs, welcher bei den letzten Vorsitzenden leider nicht abzusehen war. Er hat einen klaren Kompass und wirkt nicht unverbesserlich wie manch andere Bewerber um den Parteivorsitz. Der perfekte Gegenspieler zu den immer populär werdenden Degrowth-Theorien im sozialistischen Stil.

Doch neben ihm steht auch ein anderer Mann, der diesen Erneuerungsprozess mit prägen will: Es ist Carsten Linnemann. Wie kein anderer steht er seit seinem Einzug in den Bundestag klar zu seinen Positionen. Sei es die damalige Kritik an der Eurorettung und die damit verbundene Stabilität des Fiat-Geldes der EZB. Oder das langsam kollabierende Rentensystem, für welches er seit Jahren mehr Flexibilität fordert.

Friedrich Merz darf den Fehler von Angela Merkel nicht wiederholen. Es geht nicht um die Person, sondern um die Inhalte, für die diese Person steht. Eine gesamtpolitische Verpflichtung gegenüber dem Amt, der Partei und des Landes. Der Balanceakt wird schwierig, jedoch nicht unmöglich. So sehen wir in Friedrich Merz die Aufgabe, eine geeignete Nachfolge rechtzeitig vorzubereiten, gute Kandidaten zu suchen und fördern, die für konservativ-liberale Veränderungen stehen. Wir wollen in ein paar Jahren nicht schon wieder: inhaltlos, entkernt und schwach in den Ergebnissen für egal welche Wahlen liegen.

Carsten Linnemann wird sich um unser verstaubtes Grundsatzprogramm kümmern. Er wird unserer entkernten Partei ein wertgebundenes modernes Gesicht geben und damit die wichtige inhaltliche Erneuerung einleiten. Das von Friedrich Merz aufgestellte #TeamCDU bindet gute erfahrene Leute aus ganz Deutschland mit zum Teil auch sehr unterschiedlichen Erfahrungen ein und erreicht damit, dass die ganze Volkspartei CDU mit ihrer großen Meinungsvielfalt mitgenommen wird.

Sein Kandidat für den Posten des Generalsekretärs Mario Czaja steht für den christlich-sozialen Flügel der CDU und Christina Stumpp, die Kandidatin für den stellvertretenden Generalsekretär steht für die jungen Konservativen und auch für eine CDU in der Frauen auch ohne Quote aufsteigen können. Eine junge und dynamische Frau, welche für viele weiblichen Mitglieder eine Vorbildfunktion einnehmen kann. Wir haben uns nicht darüber gewundert, dass andere Kandidaten diese Vorstellung platt kritisiert haben.

Als Sachsen ist uns eine Einbindung des Ostens sehr wichtig, weswegen wir auch die Einbindung von Ministerpräsident Michael Kretschmer als Kandidat für den stellvertretenden Bundesvorsitzenden der CDU sehr begrüßen.

Friedrich Merz und sein #TeamCDU bindet ein, statt auszuschließen. Nur so können wir uns auch künftig Volkspartei nennen. Denn die Basis ist nicht nur für das Plakatieren von Wahlkampfmaterial zuständig. Sie ist das Herz und das Ohr der Partei.