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picture alliance/dpa | Sebastian Gollnow

Ein Fass ohne Boden: Generation Klimarettung

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Radikale Klima-Demonstranten werden mit ihren Aktionen zu Gesetzesbrechern. Rettungswagen und einfache Pendler werden blockiert. Das Auflösen der Blockaden dauert häufig Stunden. Die Generation Greta ist vollends übergeschnappt – wie ist die Haltelinie? Gibt es überhaupt noch eine?

Mit friedlichen Demonstrationen haben die auf der Straße klebenden sogenannten „Klima-Aktivisten“ nicht mehr viel zu tun. Seit Januar müssen Hauptverkehrsachsen wegen derartiger Aktionen in Gänze gesperrt werden. Pendler und Lieferanten können ihrem Job nicht nachgehen. Respekt vor der Arbeit fehlt bei den Demonstranten vollkommen. Auch für Krankenwagen und die Polizei gibt es kein Durchkommen mehr. Menschenleben werden billigend aufs Spiel gesetzt.

Der neuste Protestakt: Pipelines abdrehen, um die Ölversorgung zu unterbrechen. Das Ziel: Erpressung der Politik. Der „todbringende Alltag“ soll so massiv gestört werden, dass der Bundestag und die Bundesregierung zum Handeln gezwungen werden.

Die Methoden im „Kampf gegen den Klimawandel“ werden immer skrupelloser. Die Blockaden der Letzten Generation sind nur ein Teil von zahlreichen Aktionen aus einem Netz von radikalisierten Klimaorganisationen.

Ob „Essen-Retten“-Gesetz oder ein Bekenntnis gegen den „fossilen Wahnsinn“. Die Forderungen haben immer eins gemeinsam: Die Menschheit soll vor dem „Klimakollaps“ gerettet werden. Wenn nicht sofort gehandelt wird, würden mit dem Klimakollaps Massenfluten, soziale Unruhen und sogar Krieg drohen. Der Klimawandel bleibt die links-grüne Erklärung für alles.

Greenpeace landet in einem Fußballstadion: 2 Schwerverletzte. Extinction Rebellion besetzt Wälder: Mehrere verletzte Einsatzkräfte. Aufbruch der letzten Generation klebt sich auf Straßen: Sperrung von Hauptverkehrsadern, das Durchkommen für Rettungskräfte wird behindert. Die Organisation hat angekündigt, Häfen und Flughäfen so lange zu besetzen, bis die Bundesregierung reagiert. Ein Irrsinn.

Derartige Demonstrationen sind längst kein Aktivismus mehr. Das ist ein gefährlicher Extremismus unter dem Deckmantel des Klima-Aktivismus. Dennoch kommen die Demonstranten in den meisten Fällen ohne Konsequenzen davon. Rechtsstaat und Demokratie setzen offensichtlich aus, wenn es um die Rettung des Klimas geht. Und wer keine Konsequenzen zu fürchten hat, macht weiter – ein Fass ohne Boden.

Ein Umdenken im Umgang mit diesen „Aktivisten“ ist überfällig. Derartige Erpressungsakte müssen ein Ende haben. Wer Menschenleben riskiert, kann nicht erwarten, an einen runden Tisch eingeladen zu werden. Demonstrationen dürfen nicht als rechtsfreier Raum gelten. Eine harte strafrechtliche Verfolgung der Gesetzesbrecher stellt nicht nur die notwendige Durchsetzung des Rechtsstaates dar, sondern ist auch moralisch geboten, um den Klima-Erpressern das Handwerk zu legen.