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picture alliance/dpa | Stefan Sauer

Deutsch-polnisches Grenzgebiet: Rund 700 Migranten aufgegriffen

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Die Bundespolizei hat in der vergangenen Woche erneut eine dreistellige Zahl von Menschen im deutsch-polnischen Grenzgebiet aufgegriffen, die unerlaubt über Belarus nach Brandenburg gekommen sind.

Stark steigende Zahl an Migranten

Die Lage in Ostbrandenburg spitzt sich zu: Vom 11. bis 17. Oktober sind an der polnischen Grenze 699 unerlaubt eingereiste Migranten in Gewahrsam genommen worden, teilte die Bundespolizeidirektion Berlin am Montag mit. Allein am vergangenen Wochenende sind 288 Menschen aufgegriffen worden. In der gesamten Woche zuvor waren es mit 810 Menschen noch mehr – am Wochenende vom 8. bis 10. Oktober sogar fast 400.

Zahl der Migranten nach Deutschland steigt

Damit hat die Bundespolizei im Oktober fast so viele Menschen an der deutsch-polnischen Grenze wegen unerlaubter Einreise nach Deutschland aufgegriffen wie von Januar bis September. Die aufgegriffenen Menschen kamen vorrangig aus dem Irak, aus Syrien, dem Iran und Jemen. An der deutsch-polnischen Grenze auf sächsischer Seite griffen Beamte der Bundespolizei am vergangenen Wochenende von Freitag bis Sonntag 135 Menschen auf, die über Belarus und Polen nach Deutschland kamen.

Migranten kommen über Belarus

Der belarussische Machthaber Alexander Lukaschenko hatte Ende Mai als Reaktion auf verschärfte westliche Sanktionen gegen sein Land angekündigt, dass Minsk Migranten nicht mehr an der Weiterreise in die EU hindern werde. Die Europäische Union hat für die Problematik bisher noch keine Lösung gefunden. Morgen will Innenminister Horst Seehofer (CSU) das Thema im Bundeskabinett beraten.

apm/dpa