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picture alliance / ASSOCIATED PRESS | Michael Sohn

Brandmauer zur AfD: Merz droht mit Parteiausschluss

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Der designierte CDU-Vorsitzende Friedrich Merz hat sich erneut für eine scharfe Abgrenzung seiner Partei von der AfD ausgesprochen und droht kooperationswilligen Christdemokraten mit dem Parteiausschluss.

Kurz nach seinem Sieg in der Mitgliederbefragung macht der designierte CDU-Parteivorsitzende Friedrich Merz die erste knallharte Ansage an seine Partei. „Mit mir wird es eine Brandmauer zur AfD geben“, sagte Merz dem „Spiegel“.

„Die Landesverbände, vor allem im Osten, bekommen von uns eine glasklare Ansage: Wenn irgendjemand von uns die Hand hebt, um mit der AfD zusammenzuarbeiten, dann steht am nächsten Tag ein Parteiausschlussverfahren an.“ Die Deutlichkeit der Worte überrascht.

Merz betonte, er werde als CDU-Chef bei der Abgrenzung nach rechts von Anfang an „sehr konsequent“ sein. „Wir sind nicht die XYZ-Partei, die mit jedem kann. Wir sind die CDU.“ Merz untermauert so seinen Führungsanspruch in Koalitionsfragen und signalisiert, dass er die Partei im Griff hat.

Merz hatte die CDU-Mitgliederbefragung zum neuen Parteivorsitzenden mit 62,1 Prozent klar für sich entschieden. Offiziell soll ihn ein digitaler Parteitag am 21./22. Januar zum Nachfolger Armin Laschets wählen. Es gilt als sicher, dass sich die Delegierten an das Votum der Mitglieder halten. Anschließend muss Merz noch per Briefwahl bestätigt werden.

rob/dpa