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picture alliance / Daniel Kubirski | Daniel Kubirski

Anschlag in Jerusalem: ZDF verharmlost Hamas-Terror

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Bei einem Terroranschlag in der Altstadt Jerusalems sind am Sonntag ein Israeli getötet und drei weitere verletzt worden. Ein palästinensischer Terrorist eröffnete nach Polizeiangaben das Feuer. ZDF-Zuschauer konnten einen anderen Eindruck gewinnen.

Hamas bejubelt den Anschlag

Ein Hamas-Terrorist tötete am Wochenende einen jungen Reiseführer nahe der Klagemauer und verletzte mehrere Personen schwer. Er wurde nach Angaben eines Polizeisprechers von israelischen Sicherheitskräften erschossen. Neben einem Gewehr habe er auch ein Messer bei sich gehabt.

Es handelte sich um einen 42 Jahre alten Mann aus dem arabisch geprägten Ostteil Jerusalems. Israels Minister für innere Sicherheit, Omer Bar-Lev, teilte am Sonntag mit, der Angreifer sei Mitglied der islamistischen Palästinenserorganisation Hamas gewesen.

Ein Sprecher der Terrororganisation Hamas begrüßte den Anschlag in Jerusalem. „Diese heilige Stadt wird weiter kämpfen, bis zur Vertreibung des fremden Besatzers, und wird sich der verhassten Realität der Besatzung nicht unterwerfen.“

Kontroverse über Berichterstattung in Deutschland

In Deutschland sorgte die Berichterstattung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks hierzu, insbesondere die des ZDF, für Aufsehen. In der ZDF-Nachrichtensendung „heute“ wurde der terroristische Hintergrund der Tat nicht genannt und lediglich von einem „Palästinenser“ gesprochen, der von israelischen Sicherheitskräften erschossen worden sei.

Auch das israelische Terroropfer wurde nicht genannt. Viele verstanden das Wording als Symptom einer Täter-Opfer-Umkehr. Die Anmoderation sorgte auch zugleich für Empörung. Auf Twitter machten unzählige Nutzer ihrem Ärger Luft.

Die Frage muss erlaubt sein: Hat der öffentliche-rechtliche Rundfunk Schlagseite in Sachen Israel und Antisemitismus? Viele kleine Puzzleteile verstärken den Eindruck. So beschäftigt das ZDF weiterhin die Moderatorin Nemi El-Hassan, die durch starke anit-israelische Äußerungen aufgefallen war. Unter anderem nahm sie auch einem „Al-Quds Marsch“ teil, auf dem stark antisemitische und israelfeindliche Parolen skandiert wurde.